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Auspuffklappenbremse (Motorstaubremse)
Die Abgase werden
durch eine in der Abgasleitung eingebaute Drosselklappe aufgestaut.
Der Motor verrichtet beim Ausschieben der Zylinderladung zusätzliche
Arbeit (gegen den Staudruck in der Abgasleitung). Die Drosselklappe
wird vom Fahrer bei Bedarf per Druckluft eingeschaltet (Kreis 4
der EG-Bremsanlage). Gegen den von der Klappe erzeugten Gegendruck
muss jeder einzelne Zylinder eines Viertaktmotors jeweils im vierten
Arbeitstakt ausschieben.
Hydrodynamische Retarder (Strömungsbremsen)
Hydrodynamische Retarder
bestehen aus einem Rotor (drehbar) und einem Stator (feststehend),
die in einem mit Öl gefüllten Gehäuse angeordnet
sind. Man spricht auch von Bremsrotor und Bremsstator.
Der Bremsrotor sitzt
auf der Antriebswelle des Retarders, der Bremsstator ist mit seinem
Gehäuse verbunden.
Durch die Fahrbewegung
dreht sich der Bremsrotor und bringt das Öl im Gehäuse
in Bewegung. Die Bewegung des Öls (und damit die Bewegung der
Antriebswelle) wird durch die Kammern des Bremsstators abgebremst.
Elektrodynamische
Retarder (Wirbelstrombremse)
Anordnungsmöglichkeiten und Funktionsweise eines
elektrodynamischen Retarders entsprechen denen des hydrodynamischen
Retarders. Bei den elektrodynamischen Retardern kommen jedoch zwei
beiderseits des Stators angeordnete Rotoren zum Einsatz.
Elektrodynamische Retarder heißen aufgrund ihrer
Wirkungsweise auch Wirbelstrombremsen. Sie werden über einen
Handschalter vom Fahrerplatz aus geschaltet.
Meist stehen vier Stufen für unterschiedlich
starke Bremswirkungen zur Verfügung.
Erregerwicklung
Der Stator besteht aus kreisförmig angeordneten
Erregerspulen, deren Wicklungen mit elektrischem Strom der Batterie
bzw. des Generators gespeist werden. Der Stator ist fest mit dem
Fahrzeugrahmen verbunden. Er erzeugt ein Magnetfeld, das von der
Stärke des elektrischen Stroms in den Erregerspulen abhängt.
Induzierte Wirbelströme
Zwei nicht magnetisierbare Stahlscheiben bilden die
Rotoren. Sobald elektrischer Strom durch die Erregerspulen des Stators
fließt, entsteht ein Magnetfeld, das in den sich drehenden
Rotoren Wirbelströme induziert. Die Rotoren werden durch die
induzierten Wirbelströme abgebremst. Je größer der
elektrische Strom in den Erregerspulen
ist, desto größer ist die erzielbare Bremswirkung. Außerdem
ist die Stärke der Abbremsung von der Höhe der Drehzahl
abhängig. |