Bremszylinder
 

Die Bremszylinder (Kolben- oder Membranbremszylinder) setzen die durch Druckluft übertragene Energie in Bewegungsenergie um. Mit Hilfe einer Druckstange wird diese Bewegungsenergie an die Radbremsen übertragen.

Aufgrund ihrer geringen Abmessungen und ihrer Wartungsfreundlichkeit werden meistens Membranzylinder verwendet.

Bei diesen Zylindern wird eine Membran mit Druckluft beaufschlagt.

Beim Entlüften des Bremszylinders (Nichtbetätigen des Fußbremsventils) schiebt eine Druckfeder den Kolben und die Membran in ihre Ausgangsstellung zurück.

a
Umgebungsdruck (drucklos, d. h. kein Überdruck)
b
Teildruck (mit dem Betriebsbremsventil freigegebener, wirksamer Betriebsdruck)
 
1
Druckstange
2
Druckfeder
3
Kolben
4
Membran

Bei Membranbremszylindern darf die Druckstange (Membranstange) nur 2 - 3 cm ausfahren.

Aus diesem Grund ist das Nachstellen der Bremse durch automatische Gestängesteller bei Membranbremszylindern besonders wichtig.

a
Lüftspiel durch Elastizität
b
Lüftspiel durch Verschleiß
c
Konstruktives Lüftspiel
1
Bremsbacke
2
Gestängesteller
3
Kolbenstange
4
Membranbremszylinder
5
Rückholfeder
6
Spreizkeil
7
Gleitrolle

Erforderliches Nachstellen der Radbremse (ohne automatischen Gestängesteller)

  • Kolbenstange (Membranstange) und Bremshebel bilden einen spitzen Winkel.

Erkennungsmöglichkeiten, dass die Bremsbeläge erneuert werden müssen:

  • Aufleuchten einer Kontrolllampe am Armaturenbrett.
  • Durch ein Schauloch in der Bremsankerplatte (Verschleißkerben oder Belagstärke von mindestens 4 - 6 mm der Bremsbeläge).