Sonstiges  

 

 

Kühlungsarten

Fahrtwindkühlung

Der (oder die) Zylinder ist (sind) mit Kühlrippen versehen, wodurch die Zylinderoberfläche vergrößert wird. Der Fahrtwind streift über die Kühlrippen und leitet dadurch die Wärme ab. Um eine einwandfreie Kühlwirkung zu erreichen, dürfen keine Abdeckungen angebracht werden. Längeres Laufenlassen des Motors am Stand und Fahren im Windschatten eines anderen Fahrzeuges sind unbedingt zu vermeiden, ebenso längere Fahrten im Stau.

Kontrolle/Wartung:

  • Auf Sauberkeit der Kühlrippen achten
  • Nach einem Sturz auf Beschädigungen überprüfen

 

Flüssigkeitspumpenkühlung

Der (oder die) Zylinder ist (sind) von einem Flüssigkeitsmantel umgeben. Mittels einer Pumpe wird die erhitzte Flüssigkeit zum Kühler befördert und gelangt abgekühlt wieder zu den Zylindern. Der Kühlflüssigkeitskreislauf wird über einen Thermostat gesteuert.

Das längere Laufenlassen des Motors am Stand ist auch bei dieser Art der Kühlung zu unterlassen.

Kontrolle/Wartung:

  • Vor der Fahrt: Kühlflüssigkeitsstand kontrollieren (gegebenenfalls nachfüllen)
  • Auf Sauberkeit des Kühlers achten (Insekten oder Schmutz nötigenfalls entfernen)
  • Während der Fahrt: Fernthermometer oder Kühlwassertemperatur-Kontrollleuchte beachten (sollte die Kontrollleuchte aufleuchten - anhalten und den Kühlmittelstand überprüfen!)
  • Vor der kälteren Jahreszeit:Frostschutzkonzentration messen lassen

Wird der Motor nicht ausreichend gekühlt, führt dies zum Blockieren des Motors ("Kolbenreiber") und somit zum "Blockieren des Hinterrades"!

     

 

Schmierungsarten

Die Aufgaben des Motoröls sind das Schmieren, das Abdichten, das Kühlen, das Reinigen und das Konservieren des Motors.

Druckumlaufschmierung

Eine Ölpumpe befördert das Öl aus der Ölwanne durch einen Ölfilter zu den einzelnen Schmierstellen und es fließt von dort wieder zurück in die Ölwanne.

Trockensumpfschmierung

Das Öl befindet sich in einem eigenen Ölbehälter meist außerhalb des Motorblocks. Eine Pumpe fördert das Öl aus dem Behälter zu den Schmierstellen, die zweite Pumpe saugt das Öl aus dem Kurbelgehäuse ab und pumpt es wieder zurück in den Ölbehälter.

Vorteile der Trockensumpfschmierung:

Durch die Trockensumpfschmierung wird einerseits bei extremer Schräglage und andererseits beim Fahren im Gelände (Steigung und Gefälle) eine optimale Schmierung gewährleistet.

Kontrolle und Wartung der Schmierung:

  • Vor der Fahrt: Ölstand (Ölmessstab oder Schauglas); das Motorrad muss dazu aufrecht stehen, der Motor sollte bereits einige Minuten (laut Betriebsanleitung) abgestellt sein.
  • Während der Fahrt: Öldruckkontrollleuchte
  • Regelmäßiger Ölwechsel und Ölfiltertausch laut Betriebsanleitung

Ist keine ausreichende Schmierung vorhanden, führt dies zum Blockieren des Motors ("Kolbenreiber") und somit zum Blockieren des Hinterrades. Akute Sturzgefahr!

     

 

 

 

 

 

 


 







 

Bekleidung

Aufgaben der Schutzbekleidung:

  • Schutz vor Sturzverletzungen
  • Witterungs- und Kälteschutz
  • Gute Erkennbarkeit, um leichter gesehen zu werden

Die Sicherheit wird durch helle auffällige Farben sowie bei Dunkelheit durch reflektierende Streifen erhöht. Zweckmäßige Schutzbekleidung ist neben einer vorausschauenden Fahrweise der wichtigste Schutz eines Motorradfahrers.

Neben dem Lederanzug gibt es mittlerweile auch Textilfasern, die ähnlich reißfest, überdies hitzebeständig und angenehm zu tragen sind. Motorradbekleidung sollte nicht flattern, da dies bei höherer Geschwindigkeit Auswirkungen auf die Fahrstabilität haben kann. (Pendeln!)

Protektoren

Gute Motorradbekleidung ist mit Schutzprotektoren an Schultern, Armen und Beinen versehen und an die speziellen Bedürfnisse beim Motorradfahren angepasst. Weiters bietet richtige Schutzbekleidung einen besseren Wärme- und Windschutz.

Diese Protektoren beeinträchtigen die Bewegungsfreiheit des Fahrers nicht, sie verhärten sich erst bei einem Aufprall und bieten dadurch bessere Schutzwirkung beim Sturz.

Rückenprotektoren schützen die Wirbelsäule und bieten oft gleichzeitig einen Nierenschutz.

 

 

 

 

 

 



Handschuhe

Auch auf den kürzesten Strecken und bei geringen Geschwindigkeiten sollten unbedingt Motorradhandschuhe getragen werden, da sich der Fahrer schon beim bloßem Umkippen automatisch mit den Händen abstützt.

Handschuhe der Temperatur entsprechend wählen! Die Handschuhinnenfläche sollte mit rutschfestem Material verstärkt sein.



 

Motorradstiefel

Beim Motorradfahren muss festes Schuhwerk getragen werden, welches zumindest knöchelhoch ist. Am besten bewährt haben sich Motorradstiefel.

Die Sohle eines Motorradstiefels ist so geformt, dass die Gefahr des Abrutschens von den Fussrastern möglichst gering gehalten wird.

Vorteile der Motorradstiefel:

  • Verstärkung im Knöchelbereich
  • Verstärkung an der Fußoberseite im Bereich des Schalthebels
  • Rutschfeste Sohle

Nierengurt, Sturmhaube, Halsschutz

Der Nierengurt bietet Kälteschutz und stützt überdies die Wirbelsäule. Sturmhaube und Halsschutz schützen vor Zugluft und auch vor Insekten. Im Winter dienen beide als Kälteschutz. Durch das Aufsaugen von Schweiß wird das Innenfutter des Helmes geschont. Sturmhaube und Halsschutz sollten aus hygienischen Gründen regelmäßig gewaschen werden.

Regenanzug

Der Regenanzug schützt vor Nässe durch Regen und Spritzwasser. Da bei Nässe meist auch die Sichtverhältnisse beeinträchtigt sind, ist es wichtig einen Regenschutz in auffälliger Farbe zu wählen, am besten mit reflektierenden Streifen als Zusatzschutz bei Dunkelheit.

Ausrüstung des Beifahrers

Obwohl nur das Tragen eines entsprechenden Sturzhelmes gesetzlich vorgeschrieben ist, sollte der Beifahrer unbedingt komplette Schutzkleidung tragen, da er dem gleichen Verletzungsrisiko wie der Fahrer ausgesetzt ist.




Plakette

Die wiederkehrende Begutachtung ist, ebenso wie beim Pkw, jährlich durchzuführen. Frühestens im Monat vor dem auf der Plakette ersichtlichen Termin bis spätestens 4 Monate danach ist das Motorrad einer Fachwerkstätte oder einer anderen zur Überprüfung berechtigten Stelle vorzuführen.

Wenn Verkehrssicherheit, Betriebssicherheit und Transportsicherheit gegeben sind, wird die Begutachtungsplakette für ein weiteres Jahr ausgestellt.

Ist das Motorrad mit einem Katalysator ausgestattet, erhalten Sie eine weiße Begutachtungsplakette.

 

Verbandsmaterial