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Fahrweise des Lenkers
Die Aufwendungen für Kraftstoff, Wartung und Verschleiß der Fahrzeuge machen fast ein Drittel der Gesamtkosten im Güterfernverkehr aus. Durch eine bewusste Fahrweise können die Kosten in einem Betrieb erheblich gesenkt werden.
Einflüsse durch den Fahrer
- Durch das Fahrverhalten und durch Fahrzeugwartung die Fahrwiderstände gering halten.
- Den Fahrstil mit der Leistungscharakteristik des Motors in Einklang bringen.
- Die Bewegungsenergie des Fahrzeugs optimal nutzen.
- Wirtschaftlich fahren; das bedeutet nicht unbedingt langsames Fahren.
- Alle Möglichkeiten der Kraftstoffeinsparung ausschöpfen können.
- Die modernen Getriebe der Fahrzeuge optimal nutzen.
Bedeutung des wirtschaftlichen Fahrens
- Energiesparendes Fahren.
– Kraftstoff sparen.
- Verschleißarmes Fahren.
– im Fahrbetrieb Motor, Kupplung, Getriebe, Bremsen und Reifen schonen.
- Umweltschonendes Fahren.
– Schadstoffausstoß reduzieren,
– Materialverschleiß verringern.
- Ruhiges Fahren.
– Gesundheit des Fahrers erhalten,
– Ladegut schonen.
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Man kann den Beschleunigungswiderstand gering halten, indem man vorausschauend fährt.
- Unnötige Beschleunigungsvorgänge vermeiden.
- Schwung ausnutzen (Geschwindigkeit im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen).
- Streckenkenntnis für vorausschauendes Fahren nutzen.
- Den Straßenverkehr weit voraus beobachten.
- Genügend Abstand zu den vor voraus fahrenden Fahrzeugen halten.
- Gleichmäßig und konzentriert fahren.
- Überlegt bremsen.
- Fahrverhalten frühzeitig auf eine veränderte Situation einstellen.
- Tempomat oder Geschwindigkeitsbegrenzer überlegt einsetzen; wenn erforderlich abschalten.
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Orientierung mit dem Drehzahlmesser
Durch Leuchtdioden (variabler Drehzahlmesser) oder Feldeinteilungen im Drehzahlmesser wird der wirtschaftliche bzw. der ideale Drehzahlbereich beim Einsatz der Dauerbremsanlage angezeigt.
Bei unwirtschaftlicher Fahrweise bzw. wenn der Motor zu überdrehen droht, beginnt das grüne Feld zu blinken (variabler Drehzahlmesser).
Das grüne Kennfeld im Drehzahlmesser zeigt den wirtschaftlichsten Drehzahlbereich, verbunden mit dem geringsten Kraftstoffverbrauch des Motors an.
Beschleunigen
- Die gewünschte Endgeschwindigkeit soll so schnell wie möglich erreicht werden (Fahrpedal „Volllast“, d. h. mit hohem Ladedruck des Abgasturboladers – Kontrolle über Ladedruckanzeiger).
- Beim Schalten eventuell Gänge überspringen, je nach Strecke und Beladung. Grundsätzlich „ganze Gänge“ schalten, nicht splitten.
- Vor dem Schalten so weit beschleunigen, dass man nach dem Gangwechsel eine Drehzahl von 1 000 U/min nicht unterschreitet.
- Ein üblicher Schaltvorgang sollte zwei Sekunden dauern (Schonung der Synchroneinrichtungen).
- Die Splitgruppe d. h. „halbe Gänge“ nur dann schalten, wenn es unbedingt nötig ist (z. B. um auf längeren Steigungen den Motor im optimalen Drehzahlbereich zu halten)!
- Bei einem manuellen Schaltgetriebe:
– Beim Hochschalten kein „Zwischenkuppeln”.
– Beim Zurückschalten kein „Zwischenkuppeln" und „Zwischengas”.
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Schwung nutzen
Durch die große Massenträgheit verliert das Fahrzeug nur langsam an Fahrgeschwindigkeit (durch Schubabschaltung des Motors wird kein Kraftstoff verbraucht)!
Beispiele:
- Um Fahrbahnkuppen zu überfahren.
- Um eine ebene Strecke zu durchrollen.
- Rechtzeitig das Fahrpedal zurücknehmen vor einer Autobahnausfahrt.
- Talschub nutzen und Schwung für die kommende Steigung holen d. h. Verlangsameranlage kurz vor dem Ende der Gefällestrecke ausschalten.
- Beim Zufahren zu einer „gesperrten“ Kreuzung frühzeitig das Fahrpedal zurücknehmen.
Auf Autobahnen, Autostraßen
– Also auf relativ ebenen Straßen – so genannten „Rolletappen“, heißt die Devise
sobald die Reisegeschwindigkeit erreicht ist:
- Höchstmöglicher Gang.
- Geringe Motordrehzahl (Drehzahlmesser, wirtschaftlicher Bereich).
- Ladedruck des Turboladers relativ gering.
- Fahrpedal möglichst weit zurücknehmen.
- Tempomat verwenden.
- Zulässige Höchstgeschwindigkeit nicht überschreiten.
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Verlangsameranlage nicht nur im Gefälle, sondern auch als Vorbremse einsetzen. |
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